CORSUS - Corporate Sustainability

corsus wurde im Oktober 2008 von Dr. Ulrike Eberle gegründet. Sie bringt langjährige Erfahrung aus Beratung und Forschung zu Nachhaltigkeitsthemen, insbesondere zu unternehmerischem Klimaschutz und Nachhaltigkeitsstrategien, zu nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Ernährung sowie zur Bewertung von Produkten unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten in das Unternehmen ein. Dr. Ulrike Eberle war Mitglied des Scientific Committee der 8th International Food LCA Conference, die im Oktober 2012 in St. Malo, Frankreich stattfand. Sie war 2009/2010 Mitwirkende des Denkkreis Lebensmittel des Denkwerks Zukunft; von 2008 bis 2011 war sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für Verbraucher- und Ernährungspolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

 

Tätigkeiten zum Themenfeld UFOPLAN-Vorhaben „Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen“:

 

Ökopol erarbeitet in Kooperation mit corsus – corporate sustainability im Auftrag des Umweltbundesamt das UFOPLAN-Projekt „Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ (FKZ: 3712 32 311). Das Vorhaben läuft von Oktober 2012 bis September 2014.

 

Im Rahmen des Vorhabens soll eine umweltbezogene Bewertung der entstehenden Lebensmittelabfälle vorgenommen werden, um darauf aufbauend Maßnahmenvorschläge zu entwickeln, die zu einer Vermeidung umweltrelevanter Abfallströme beitragen können.

 

Um diese Zielstellungen zu erreichen, gliedert sich das Vorhaben in drei Arbeitsschwerpunkte:

 

  1. Ausdifferenzierung des vorliegenden Mengengerüstes in Hinblick auf die unterschiedlichen Lebensmittelarten.
  2. Analyse der Umweltauswirkungen unterschiedlicher Lebensmittelabfallarten und -mengen, woraus umweltbezogene Schwerpunkte für Abfallvermeidungsaktivitäten abgeleitet werden.
  3. Entwicklung möglicher staatlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Dabei werden voraussichtlich ordnungsrechtlich unterlegte Maßnahmen im Mittelpunkt stehen, die sich damit vorrangig auf die gewerblichen Prozesse und Akteure in der Lieferkette beziehen.

 

Vertiefende Analysen einzelner Anfallstellen werden exemplarisch durchgeführt, da keine umfassenden Primärdatenerhebungen vorgenommen werden können. Die Ergebnisse dieser Fallstudien dienen sowohl der Maßnahmenprüfung als auch der Überprüfung der Annahmen des Mengengerüsts. Zu allen Arbeitsschritten werden jeweils einschlägige Fachexperten und -expertinnen befragt und im Rahmen von Fachgesprächen um Rückkopplung gebeten.

 

Im Ergebnis des Vorhabens wird zum einen eine illustrativ aufbereitete Darstellung der Umweltrelevanz verschiedener Lebensmittelabfälle stehen. Zum anderen wird eine Beschreibung von Abfallvermeidungsmaßnahmen vorgelegt, die u.a. geeignet sind in die Abfallvermeidungsprogramme von Bund und Ländern aufgenommen zu werden.

 

Unterstützt werden diese beiden Partner in Hinblick auf die juristische Expertise von Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Schomerus, Inhaber des Lehrstuhls Umweltrecht an der Leuphana Universität Lüneburg, sowie in Hinblick auf die tägliche Unternehmenspraxis in der Lebensmittelbranche vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten-Herdecke.


Publikationen:

  • Eberle, U. (2012): Frisch auf den Müll – wie wir Lebensmittel verschwenden. In: Brockhaus Horizonte „Essen ist Leben“, S. 334 – 339
  • Eberle, U. (2012): Regional gleich gute Wahl? – Die Umweltbilanz unserer Lebensmittel. In: Brockhaus Horizonte „Essen ist Leben“, S. 402- 409
  • Eberle, U. (2012): Alles jederzeit verfügbar. In: Brockhaus perspektiv „Not für die Welt. Essen im Zeitalter der Globalisierung.“; S. 96 – 129
  • Eberle, U./Hayn, D./Rehaag, R./Simshäuser, U. (2006): Ernährungswende. Eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft. Ökom-Verlag.