Ökopol - Institut für Ökologie und Politik GmbH

Die Ökopol - Institut für Ökologie und Politik GmbH in Hamburg ist seit mehr als 20 Jahren europaweit im Bereich der strategisch-konzeptionellen Umweltberatung tätig. Fachliche Schwerpunkte unserer Arbeit liegen im stoff- und prozessbezogenen Umweltschutz (Abfallpolitik, anlagenbezogener Umweltschutz, Chemikalienpolitik, Produktpolitik u. ä.) sowie auch in der Initiierung und Durchführung von Fachdiskursen und anderen Kommunikationen. Räumlich sind wir derzeit insbesondere auf Ebene der EU und ihrer Mitgliedstaaten, aber auch im Bereich der EU-Anrainerstaaten tätig. Abfallpolitik ist seit dem Bestehen von Ökopol ein zentrales Arbeitsfeld des Institutes.

 

Kurzbeschreibung der Tätigkeit zum Themenfeld

Ökopol erarbeitet in Kooperation mit corsus – corporate sustainability im Auftrag des Umweltbundesamt das UFOPLAN-Projekt „Entwicklung von Instrumenten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ (FKZ: 3712 32 311). Das Vorhaben läuft von Oktober 2012 bis September 2014.

 

Im Rahmen des Vorhabens soll eine umweltbezogene Bewertung der entstehenden Lebensmittelabfälle vorgenommen werden, um darauf aufbauend Maßnahmenvorschläge zu entwickeln, die zu einer Vermeidung umweltrelevanter Abfallströme beitragen können.

 

Um diese Zielstellungen zu erreichen, gliedert sich das Vorhaben in drei Arbeitsschwerpunkte:

  1. Ausdifferenzierung des vorliegenden Mengengerüstes in Hinblick auf die unterschiedlichen Lebensmittelarten.
  2. Analyse der Umweltauswirkungen unterschiedlicher Lebensmittelabfallarten und -mengen, woraus umweltbezogene Schwerpunkte für Abfallvermeidungsaktivitäten abgeleitet werden.
  3. Entwicklung möglicher staatlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Dabei werden voraussichtlich ordnungsrechtlich unterlegte Maßnahmen im Mittelpunkt stehen, die sich damit vorrangig auf die gewerblichen Prozesse und Akteure in der Lieferkette beziehen.

 

Vertiefende Analysen einzelner Anfallstellen werden exemplarisch durchgeführt, da keine umfassenden Primärdatenerhebungen vorgenommen werden können. Die Ergebnisse dieser Fallstudien dienen sowohl der Maßnahmenprüfung als auch der Überprüfung der Annahmen des Mengengerüsts. Zu allen Arbeitsschritten werden jeweils einschlägige Fachexperten und expertinnen befragt und im Rahmen von Fachgesprächen um Rückkopplung gebeten.

 

Im Ergebnis des Vorhabens wird zum einen eine illustrativ aufbereitete Darstellung der Umweltrelevanz verschiedener Lebensmittelabfälle stehen. Zum anderen wird eine Beschreibung von Abfallvermeidungsmaßnahmen vorgelegt, die u.a. geeignet sind in die Abfallvermeidungsprogramme von Bund und Ländern aufgenommen zu werden.

 

Unterstützt werden diese beiden Partner in Hinblick auf die juristische Expertise von Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Schomerus, Inhaber des Lehrstuhls Umweltrecht an der Leuphana Universität Lüneburg, sowie in Hinblick auf die tägliche Unternehmenspraxis in der Lebensmittelbranche vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten-Herdecke.